Die 9 besten Jamboard Alternativen für Lehrer in 2026
Google hat Jamboard im Dezember 2024 endgültig eingestellt. Hier kommt ein ehrlicher Vergleich der Tools, zu denen Lehrkräfte jetzt wechseln – mit Gratis-Tarifen, Regeln für Schülerkonten und einer klaren Einschätzung, wofür jedes Tool wirklich taugt.
Am 31. Dezember 2024 hat Google Jamboard endgültig abgeschaltet und alle Boards gelöscht, die bis dahin nicht migriert wurden. Damit haben Lehrkräfte ein Tool verloren, das kostenlos, schnell und direkt in Google Classroom integriert war. Viele suchen bis heute nach einem passenden Ersatz.
Wenn du nach Jamboard Alternativen suchst, willst du wahrscheinlich genau das, was Jamboard geliefert hat: ein kollaboratives Whiteboard, auf dem Schüler in Sekunden zusammenarbeiten – mit Haftnotizen, Zeichenfunktion und Live-Cursorn. Und natürlich kostenlos (oder zumindest fast), mit einem schülerfreundlichen Login.
Dieser Leitfaden vergleicht 9 Tools, zu denen Lehrkräfte 2026 tatsächlich wechseln. Du bekommst ehrliche Vor- und Nachteile, eine schnelle Empfehlung pro Anwendungsfall und Hinweise dazu, bei welchen Plattformen Schüler ohne eigenes Konto teilnehmen dürfen. Am Ende weißt du, welches Tool zu deiner Klassenstufe, deiner IT-Landschaft und deiner Geduld bei der Einrichtung passt.
Was ist die beste Jamboard Alternative?
Für die meisten Lehrkräfte in der Grund- und Sekundarstufe sind FigJam (über Figmas Bildungsprogramm kostenlos für verifizierte Lehrkräfte) und Whiteboard.fi (speziell für Klassen entwickelt, mit individuellen Schüler-Boards, die die Lehrkraft live mitverfolgt, gratis bis 10–20 Schüler pro Sitzung) die besten kostenlosen Jamboard Alternativen. Für Hochschulkurse, die reichhaltigere Zusammenarbeit brauchen, kommen Miro und Lucidspark dem Original am nächsten – wobei Miros Bildungsplan unbegrenzt aktive Boards bietet.
Worauf du bei einem Jamboard-Ersatz achten solltest
Nicht jedes „Online-Whiteboard" ist wirklich für den Klassenraum gemacht. Bevor du 200 Boards in das erstbeste Tool migrierst, prüfe jeden Kandidaten anhand dieser fünf Punkte.
Regeln für Schülerkonten. Jamboard funktionierte, weil Schüler sich mit ihrem Schul-Google-Konto anmeldeten. Manche Alternativen verlangen eigene Logins – das bedeutet neue Konten für jedes Kind, Einverständniserklärungen der Eltern nach COPPA für die Grundschule und IT-Prüfungen nach FERPA. Tools wie Whiteboard.fi und Excalidraw umgehen das: Schüler treten per Code bei.
Echtzeit-Zusammenarbeit, die skaliert. Ein Whiteboard, das bei 30 Cursorn ruckelt, ist am Montagmorgen wertlos. Teste mit einer ganzen Klasse, bevor du dich festlegst. Gratis-Tarife begrenzen oft die Anzahl gleichzeitiger Editoren pro Board.
Dauerhaft oder flüchtig. Jamboard hat Boards für immer gespeichert. Manche Alternativen (etwa das pure Zoom Whiteboard) löschen Boards, sobald das Meeting endet. Wenn du Boards mehrfach nutzt oder Schüler sie zu Hause noch einmal aufrufen sollen, ist Persistenz entscheidend.
LMS-Integration. Lässt sich das Tool in Google Classroom, Canvas, Schoology oder Moodle einbinden? Wenn ja, sparst du 10 Minuten pro Stunde. Wenn nicht, bist du wieder beim Linkverschicken über Slack – und beim Hoffen.
Vorlagen für das, was du tatsächlich unterrichtest. Generische „leere Leinwände" sind langsamer als Tools mit fertigen KWL-Tafeln, Exit Tickets, Mathe-Rastern, Brainstorming-Netzen und Satzanfang-Boards. Wenn du eher einen virtuellen Lernraum oder interaktive Spiele für den Online-Unterricht brauchst statt noch eines Whiteboards, überlege dir vorher, ob du überhaupt ein Whiteboard willst.
Jamboard Alternativen auf einen Blick
| Flat.social | FigJam | Miro | Whiteboard.fi | Lucidspark | Excalidraw | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gratis-Tarif für Lehrkräfte | Bildungsprogramm (verifiziert) | 3 Boards / Edu unbegrenzt | 10–20 Schüler / Sitzung | 3 Boards / Edu-Tarif | Unbegrenzt | |
| Schüler treten ohne Konto bei | ||||||
| Echtzeit-Zusammenarbeit | ||||||
| Boards bleiben nach dem Unterricht erhalten | ||||||
| Audio & Video integriert | Räumliches Audio + Video | |||||
| Mehrere Breakout-Räume | ||||||
| Vorlagen für die Schule | Klassenräume + Spiele | |||||
| Google Classroom Einbindung | Via Link | Via Link | Via Link | Via Link | Via Link |
Mehr als nur ein Whiteboard gesucht?
Flat.social gibt deiner Klasse einen dauerhaften virtuellen Raum – Whiteboard, Audio, Video und Breakout-Bereiche an einem Ort. Kostenlos für Lehrkräfte.
What Is Flat.social?
A virtual space where you move, talk, and meet — not just stare at a grid of faces
Walk closer to hear someone, step away to leave the conversation
Die 9 besten Jamboard Alternativen für 2026
Jedes der folgenden Tools deckt einen anderen Bedarf von Lehrkräften ab. Wähle das, was zu deiner Klassenstufe, deinem LMS und deiner Bereitschaft zur Einrichtung passt.
1. FigJam – Beste kostenlose Option für verifizierte Lehrkräfte
FigJam ist das Tool, das Google selbst empfohlen hat, als Jamboard eingestellt wurde. Es ist ein Whiteboard mit unendlicher Leinwand, Stempeln, Haftnotizen, Voting-Punkten und über 300 Klassenraum-Vorlagen. Figmas Bildungsprogramm gewährt verifizierten Lehrkräften und Schülern kostenlosen Zugriff – welcher Plan genau, hängt vom Schultyp ab: Enterprise für weiterführende Schulen, Professional für Hochschulen. Die Verlängerungsbedingungen ändern sich, daher solltest du Figmas aktuelle Bildungs-Dokumentation prüfen.
Am besten für: Lehrkräfte, die ein Jamboard-Feeling mit deutlich reichhaltigeren Vorlagen wollen und den Verifizierungsschritt nicht scheuen.
Achtung: Figma verlangt ein Mindestalter von 13 Jahren – das schränkt die Nutzung in der Grundschule ein, sofern dein Schulträger keinen verwalteten Zugang einrichtet. Welchen Bildungsplan du bekommst, hängt zudem von Schul- oder Hochschulniveau ab. Vor einem schulweiten Rollout also unbedingt prüfen.
2. Miro – Beste Wahl für Hochschule und Teamteaching
Miro ist das Enterprise-Whiteboard, das die restliche Arbeitswelt nutzt. Es hat über 2.500 Vorlagen, eine riesige Integrationsbibliothek (Google Classroom, Microsoft Teams, Zoom, Slack) und KI-Funktionen, die Haftnotizen automatisch zusammenfassen. Der Miro-Bildungsplan bietet verifizierten Lehrkräften unbegrenzt aktive Boards, mit einer Obergrenze bei den Teammitgliedern pro Lehrteam statt bei der Board-Anzahl.
Am besten für: Hochschulseminare, Designstudios, projektbasiertes Lernen – kurz: alles, wo Schüler später beruflich mit ähnlichen Tools arbeiten werden.
Achtung: Die Oberfläche ist deutlich komplexer als die von Jamboard. Plane 20 Minuten Einarbeitung für Schüler ein, die das Tool noch nicht kennen.
3. Whiteboard.fi – Beste speziell für die Schule entwickelte Option
Whiteboard.fi wurde von Anfang an für Lehrkräfte gebaut. Jeder Schüler bekommt sein eigenes privates Whiteboard, und die Lehrkraft sieht alle in einer Live-Vorschau im Raster. Laut den aktuellen Limits von Whiteboard.fi unterstützt die kontofreie Gratisvariante bis zu 10 Schüler pro Sitzung. Mit einem kostenlosen Lehrerkonto sind es 20. Bezahlpläne gehen darüber hinaus.
Am besten für: Mathe-Übungen, formative Lernkontrollen, Exit Tickets – alles, wo du jede Schülerarbeit gleichzeitig im Blick haben willst.
Achtung: Es funktioniert nach dem Prinzip „ein Schüler pro Board". Wer Schüler gemeinsam an einer Leinwand arbeiten lassen will, ist hier falsch.
4. Lucidspark – Beste Wahl für Diagramme und strukturierte Arbeit
Lucidspark ist die Whiteboard-Hälfte der Lucid-Suite (Schwester von Lucidchart). Stark bei Haftnotizen, Abstimmungen, Timern und Breakout-Boards, integriert mit Google Workspace und Microsoft Teams. Der Gratis-Tarif erlaubt 3 bearbeitbare Boards. Lucid for Education gewährt verifizierten Schulen kostenlosen, erweiterten Zugang.
Am besten für: Ingenieurwesen, BWL, Informatik – jede Klasse, die Flussdiagramme, Swimlanes oder strukturierte Diagramme parallel zur Ideenfindung nutzt.
Achtung: Drei kostenlose Boards sind knapp, wenn du eines pro Unterrichtseinheit willst. Die meisten Lehrkräfte brauchen die Schullizenz.
5. Excalidraw – Beste Open-Source-Option ohne Konto
Excalidraw ist ein kostenloses, quelloffenes Whiteboard im handgezeichneten Stil – ohne Anmeldung. Du teilst einen Raumlink und Schüler zeichnen sofort gemeinsam los. Es lässt sich auch selbst hosten, was es für datenschutzbewusste Schulträger besonders attraktiv macht. Es bietet weniger Vorlagen als die kommerziellen Tools, aber den „chaotisch-kollaborativen Skizzen-Modus" beherrscht es so gut wie alle anderen.
Am besten für: Schnelle Brainstormings, reibungslose Sessions ohne Logins, Schulen mit strengen Datenschutzvorgaben.
Achtung: Kein Lehrer-Dashboard, keine integrierten Klassenraum-Funktionen, kein Live-Monitoring von Schülern. Es ist ein Whiteboard – kein Klassenzimmer-Tool.
6. Mural – Beste Wahl für Design-Thinking-Workshops
Mural ist Miros Hauptkonkurrent und für moderierte, geführte Sitzungen wohl die bessere Wahl. Stärker bei integrierten Workshop-Funktionen (Timer, Voting, Aufmerksamkeit lenken, privater Modus). Mural for Education ist für verifizierte Lehrkräfte und Schüler im K-12-Bereich sowie an Hochschulen kostenlos.
Am besten für: Design-Thinking-Einheiten, Agile- bzw. Scrum-Kurse, strukturierte Workshop-Formate im Unterricht.
Achtung: Weniger Drittanbieter-Integrationen als Miro. Der Gratis-Tarif außerhalb des Bildungsbereichs ist zudem knapper als bei der Konkurrenz.
7. Limnu – Beste Wahl für natürliches Zeichnen auf Tablets
Limnu hat das beste Stift-Gefühl aller Whiteboards in dieser Liste. Besonders angenehm auf iPads mit Apple Pencil und auf Touchscreen-Chromebooks. Der Gratis-Tarif bietet bis zu 3 Boards mit unbegrenzten Mitwirkenden.
Am besten für: Kunstunterricht, Mathe-Nachhilfe, Schreibübungen – alles, wo wirklich gezeichnet und nicht nur geklebt wird.
Achtung: Weniger Kollaborationsfunktionen als die großen Tools (kein Voting, weniger Vorlagen).
8. Conceptboard – Beste Wahl für langlaufende Projektboards
Conceptboard ist ein in Deutschland entwickeltes Whiteboard mit starker DSGVO-Konformität und unendlicher Leinwand – konzipiert für längere Projekte statt 50-Minuten-Stunden. Es unterstützt Dokumenten-Reviews mit Kommentaren, was für Whiteboards ungewöhnlich ist.
Am besten für: Langfristige Abschlussprojekte, Capstone-Arbeiten, Forschungskooperationen im Kollegium, europäische Schulen mit DSGVO-Priorität.
Achtung: Nicht in erster Linie als Klassenraum-Tool konzipiert. Die Vorlagen orientieren sich eher an Unternehmen als am Schulalltag.
9. Flat.social – Beste Wahl, wenn du ein Whiteboard plus das ganze Klassenzimmer willst
Flat.social ist ein räumlicher virtueller Raum, in dem deine Klasse tatsächlich als Ort existiert. Lege ein Whiteboard hinein, füge Breakout-Inseln hinzu, ergänze eine Lernecke – und deine Schüler bewegen sich mit räumlichem Audio dazwischen. Das Whiteboard ist also kein separater Tab, sondern Teil des Klassenraums.
Am besten für: Online-Unterricht, hybride Lehre, virtuelle Sprechstunden – kurz: alles, wo du einen dauerhaften Raum willst, in den deine Schüler über die einzelne Whiteboard-Stunde hinaus hineinkommen. Siehe auch, wie es sich für das Engagement im Online-Klassenzimmer generell schlägt.
Achtung: Wenn du wirklich nur eine einzelne statische Tafel für eine Stunde brauchst, ist ein dediziertes Whiteboard-Tool einfacher.
Die meisten Lehrkräfte landen am Ende bei zwei Tools: einem Whiteboard für den Alltag (FigJam, Miro oder Whiteboard.fi) und einem Klassenraum (Flat.social oder Zoom). Welche Kombination passt, hängt davon ab, ob du überwiegend in Präsenz mit digitaler Unterstützung unterrichtest – oder überwiegend online.
So migrierst du von Jamboard (obwohl es weg ist)
Jamboard wurde im Dezember 2024 offiziell abgeschaltet, aber viele Lehrkräfte haben noch PDF-Exporte vom letzten Stichtag. So bringst du sie in dein neues Tool.
- 1Finde deine gesicherten Jamboard-Exporte
Vor dem 31. Dezember 2024 konnte man Jam-Dateien als PDF exportieren. Durchsuche dein Google Drive nach „jam" und filtere nach Dateityp PDF. Wenn du den Stichtag verpasst hast, sind die Boards weg – Google hat keine Kopien aufbewahrt.
- 2Wähle dein Ziel-Tool
Entscheide nach Alter der Schüler und deinem LMS. Grundschule: Whiteboard.fi (kontofreier Beitritt). Sek I/II: FigJam (kostenloser Bildungstarif). Hochschule: Miro oder Lucidspark. Online-zentrierte Klassen: Flat.social plus eines der genannten Tools eingebettet.
- 3PDF importieren oder neu aufbauen
FigJam und Miro erlauben beide, ein PDF direkt als Hintergrundbild auf die Leinwand zu ziehen und anschließend Haftnotizen und Formen darüberzulegen. Einfache Boards sind in 5 Minuten fertig. Komplexere Boards mit vielen Schülerbearbeitungen lassen sich meist schneller von Grund auf neu bauen.
- 4Schülerzugang einrichten
Bei Tools mit Pflichtkonto (FigJam, Miro, Lucidspark) meldest du deine Schule zuerst im Bildungsplan an. Die Verifizierung dauert 1–3 Tage. Bei kontofreien Tools (Whiteboard.fi, Excalidraw) erzeugst du einfach einen Raumcode und teilst ihn über dein LMS.
- 5Pilotiere mit einer Klasse, bevor du ausrollst
Teste eine ganze Stunde mit einer Klasse, bevor du es auf alle Kurse ausweitest. Achte auf: Geschwindigkeit bei über 25 Cursorn, Login-Hürden, versehentliche Bearbeitungen der Lehrerinhalte. Passe Berechtigungen an und skaliere danach.
Jamboard Alternativen: FAQ
Den passenden Jamboard-Ersatz wählen
Die richtige Jamboard Alternative hängt von drei Dingen ab: dem Alter deiner Schüler, der IT-Landschaft deiner Schule und davon, ob du ein reines Whiteboard oder gleich einen ganzen Klassenraum willst.
Für die meisten Grundschul-Lehrkräfte gewinnt Whiteboard.fi, weil Schüler kein Konto brauchen. Für die Mittel- und Oberstufe ist FigJam das Jamboard-naheste Tool mit dem saubersten kostenlosen Bildungstarif. Hochschuldozierende in Design, Ingenieurwesen oder BWL sollten zuerst Miro oder Mural anschauen. Wenn dein Schulträger besonders strenge IT-Vorgaben hat und eine Open-Source-Lösung braucht, ist Excalidraw die Antwort.
Wenn du online oder hybrid unterrichtest und dabei ein Whiteboard plus Zoom plus Chat-Tool plus separates Breakout-System jonglierst, lohnt sich eine räumliche Plattform wie Flat.social wirklich – ein Raum mit allem drin, dauerhaft zwischen den Stunden verfügbar.
Egal wofür du dich entscheidest: Teste das Tool zuerst in einer Klasse, bevor du es schulweit ausrollst. Tools, die im Demo-Video glänzen, brechen manchmal unter 30 gleichzeitigen Cursorn zusammen. Mehr zu diesem Übergang und dazu, was im Online-Unterricht generell funktioniert, findest du in unserem Leitfaden zu virtuellen Klassenraum-Tools und im Playbook für Engagement im Fernunterricht.
Googles Entscheidung hat eine echte Lücke im Werkzeugkasten der Lehrkräfte hinterlassen. Die gute Nachricht: Die Ersatz-Tools sind reichhaltiger, als Jamboard je war. Der schwere Teil ist nur, sich für eines zu entscheiden.
Jamboard, Google Classroom und Google Drive sind Marken von Google LLC. FigJam und Figma sind Marken von Figma, Inc. Miro ist eine Marke von RealtimeBoard, Inc. Mural ist eine Marke von Tactivos, Inc. Lucidspark ist eine Marke von Lucid Software Inc. Alle weiteren Produktnamen sind Marken ihrer jeweiligen Eigentümer. Dieser Artikel ist unabhängige redaktionelle Berichterstattung und steht in keiner Verbindung zu Google oder einem der genannten Anbieter.
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