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Zoom für Lehrkräfte: Funktionen, Tipps und Preise in 2026

Alles, was Lehrkräfte über Zooms Bildungstarife, Unterrichtsfunktionen, Sicherheitseinstellungen und Alternativen für interaktiveren Online-Unterricht wissen müssen.

By Flat Team·

Dies ist ein unabhängiger Ratgeber. Er steht in keiner Verbindung zu Zoom Communications, Inc. und wird von diesem Unternehmen nicht unterstützt.

Es ist 8:55 Uhr. Du stehst kurz davor, 30 Achtklässlern über Zoom Unterricht zu geben. Die Folien sind fertig, der Kaffee griffbereit und ein leichtes Unbehagen macht sich breit. Drei Schüler:innen werden „vergessen“, ihre Kamera einzuschalten. Zwei werden behaupten, ihr Mikrofon funktioniere nicht. Jemand entdeckt den Chat und startet eine Unterhaltung über das gestrige Spiel.

Zoom für Lehrkräfte ist Alltag für Millionen von Pädagog:innen weltweit. Ob komplett digital, hybrid oder als spontaner Fernunterricht bei Schulausfall – Zoom bleibt eine der meistgenutzten Plattformen im Bildungsbereich. Aber zu wissen, wie man ein Meeting startet, ist nur der Anfang. Die eigentliche Frage ist: Wie nutzt du Zooms Funktionen so, dass deine Schüler:innen tatsächlich etwas lernen?

Dieser Ratgeber behandelt Zooms Bildungstarife, die wichtigsten Funktionen für Lehrkräfte, die schrittweise Einrichtung des virtuellen Klassenzimmers, Strategien für mehr Engagement, Sicherheitseinstellungen und Alternativen, wenn Zoom an seine Grenzen stößt.

Was ist Zoom for Education?

Zoom for Education ist ein Paket aus Tarifen und Funktionen, das speziell für Schulen, Schulbezirke und Hochschulen entwickelt wurde. Es umfasst das Kernprodukt Zoom Meetings sowie bildungsspezifische Werkzeuge wie Breakout-Räume, Umfragen, den Fokusmodus und Administratorsteuerungen zur Verwaltung des Schülerzugangs. Zoom bietet eigene Bildungstarife an, die sich von den Business-Tarifen unterscheiden und auf Klassenraummanagement und Schülersicherheit zugeschnitten sind.

Ist Zoom kostenlos für Lehrkräfte?

Kurze Antwort: Zoom hat einen kostenlosen Tarif, aber seine Einschränkungen machen den Unterricht schwierig.

Der kostenlose Basic-Tarif bietet unbegrenzte 1-zu-1-Meetings, begrenzt jedoch Gruppenmeetings (ab 3 Teilnehmenden) auf 40 Minuten. Bei einer 50-Minuten-Stunde ist das ein Problem. Du müsstest das Meeting beenden und alle bitten, sich neu einzuwählen – das frisst Unterrichtszeit und frustriert die Klasse.

Während der Pandemie bot Zoom Lehrkräften im Primar- und Sekundarbereich unbegrenzte kostenlose Meetingzeit an. Dieses umfassende Programm endete, aber Zoom stellt weiterhin ein K-12-Schulverifizierungsformular bereit, mit dem verifizierte Lehrkräfte das 40-Minuten-Limit ihres Basic-Kontos aufheben können. Den aktuellen Verifizierungsprozess findest du auf der Zoom-Bildungsseite.

Aktuelle Bildungstarife und Preise findest du auf der Zoom-Bildungsseite. Kostenpflichtige Bildungstarife heben das 40-Minuten-Limit auf, bieten größere Teilnehmerzahlen und zusätzliche Funktionen wie Cloudaufzeichnung und Administratorsteuerung.

Ein typisches Beispiel: Frau Müller unterrichtet drei Geschichtskurse. Sie testete den kostenlosen Tarif eine Woche lang. Jede Stunde unterbrach der 40-Minuten-Timer genau dann, wenn Schüler:innen Fragen zu Primärquellen stellten. Über ihren Schulträger wechselte sie zum kostenpflichtigen Tarif und hatte seitdem keine Zeitprobleme mehr.

Wenn deine Schule oder dein Schulträger bereits eine Zoom-Lizenz besitzt, frag bei der IT-Abteilung nach, bevor du selbst kaufst. Viele Einrichtungen erwerben institutionelle Lizenzen für das gesamte Kollegium.

Die besten Zoom-Funktionen für Lehrkräfte

Zoom bietet dutzende Funktionen, aber nur wenige sind im Unterricht wirklich nützlich. Dies sind die wichtigsten für den Schulalltag.

Breakout-Räume ermöglichen es, die Klasse für Diskussionen, Gruppenarbeit oder Peer-Reviews in kleinere Gruppen aufzuteilen. Du kannst Schüler:innen manuell zuweisen oder Zoom die Gruppen zufällig zusammenstellen lassen. Lehrkräfte können zwischen den Räumen wechseln, um den Fortschritt zu überprüfen. Mehr zur Einrichtung und Strategien findest du in unserem Leitfaden zu Zoom-Breakout-Räumen.

Umfragen und Quizze liefern sofortiges Feedback, ob die Schüler:innen den Stoff verstehen. Du kannst mitten im Unterricht eine Multiple-Choice-Umfrage starten und die Ergebnisse in Echtzeit sehen. Das ist effektiver, als 'Hat das jeder verstanden?' zu fragen und Stille zu ernten.

Fokusmodus blendet die Videofeeds der Teilnehmenden gegenseitig aus, während die Lehrkraft für alle sichtbar bleibt. Schüler:innen sehen nur ihr eigenes Video und das der Lehrkraft – das reduziert Ablenkungen.

Whiteboard bietet eine gemeinsame Zeichenfläche. Nützlich für Matheaufgaben, Satzanalysen oder das Skizzieren naturwissenschaftlicher Prozesse. Auch Schüler:innen können Anmerkungen hinzufügen.

Warteraum schafft eine Pufferzone vor Unterrichtsbeginn. Schüler:innen warten im Warteraum, bis du sie einlässt – das verhindert Chaos und gibt dir die Kontrolle über den Start.

Nonverbale Reaktionen (Hand heben, Daumen hoch, Applaus) ermöglichen Teilnahme ohne Mikrofon-Aktivierung. Die Handheben-Funktion ist besonders hilfreich für die Steuerung von Diskussionsbeiträgen.

Cloudaufzeichnung speichert den Unterricht für abwesende Schüler:innen oder zur Wiederholung. Die Aufnahmen umfassen den geteilten Bildschirm, Audio und die Galerieansicht. Details zu Berechtigungen und Speicher findest du in unserem Leitfaden zur Zoom-Meetingaufzeichnung.

So richtest du Zoom für deinen Unterricht ein

Zoom für den Unterricht vorzubereiten, dauert etwa 15 Minuten. Die folgenden Schritte decken die Ersteinrichtung und die wichtigsten Einstellungen für Lehrkräfte ab.

Zoom für den Unterricht einrichten

Folge diesen Schritten, um Zoom für den Einsatz im Klassenzimmer zu konfigurieren.

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    Zoom-Konto erstellen oder upgraden

    Registriere dich auf zoom.us oder melde dich bei deinem bestehenden Konto an. Wenn deine Schule Zoom bereitstellt, verwende die Zugangsdaten deiner IT-Abteilung. Prüfe unter Profil > Konto, ob du einen kostenlosen oder kostenpflichtigen Bildungstarif hast.

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    Wiederkehrendes Meeting planen

    Klicke auf 'Meeting planen' und stelle die Wiederholung auf deine Unterrichtstage ein. Verwende eine einzige Meeting-ID für das ganze Semester, damit die Klasse nur einen Link braucht. Aktiviere den Warteraum und setze einen Zugangscode.

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    Sicherheitseinstellungen konfigurieren

    Unter Einstellungen > Sicherheit aktivierst du den 'Warteraum', schaltest Meeting-Zugangscodes ein und deaktivierst 'Teilnehmenden erlauben, sich umzubenennen', um die Anwesenheitsliste sauber zu halten. Sperre das Meeting nach der Anwesenheitskontrolle.

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    Standard-Audio- und -Videoeinstellungen festlegen

    Unter Einstellungen > Meeting aktivierst du 'Teilnehmende beim Beitritt stummschalten'. Das verhindert den Lärm, wenn 30 Schüler:innen gleichzeitig beitreten. Optional kannst du 'Erlaubnis zum Aufheben der Stummschaltung anfordern' aktivieren.

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    Breakout-Räume im Voraus vorbereiten

    Wenn du Gruppenarbeit planst, aktiviere Breakout-Räume in den Einstellungen. Du kannst Schüler:innen vorab Räumen zuweisen, indem du eine CSV-Datei hochlädst oder sie manuell in den Meetingeinstellungen zuordnest.

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    Vor der ersten Stunde alles testen

    Tritt deinem eigenen Meeting von einem zweiten Gerät (Smartphone oder Tablet) bei, um die Schülerperspektive zu sehen. Prüfe, ob die Bildschirmfreigabe funktioniert, der Ton klar ist und dein virtueller Hintergrund professionell aussieht. Nutze unseren [virtuellen Hintergrund-Ersteller](/tools/free-zoom-background-creator) für einen passenden Unterrichtshintergrund.

Virtueller Unterricht, der sich echt anfühlt

Bei Flat.social bewegen sich Schüler:innen durch einen virtuellen Raum, bilden natürlich Gruppen und sprechen mit denen in ihrer Nähe. So funktioniert ein echtes Klassenzimmer – ins Digitale übertragen.

What Is Flat.social?

A virtual space where you move, talk, and meet — not just stare at a grid of faces

Walk closer to hear someone, step away to leave the conversation

Try It Free

Zoom-Tipps: So bleiben Schüler:innen aufmerksam

Die größte Herausforderung von Zoom für Lehrkräfte ist nicht die Technik. Es ist, 25 Schüler:innen bei der Stange zu halten, die in ihrem Zimmer sitzen und YouTube nur einen Tab entfernt ist.

Diese Strategien funktionieren in allen Jahrgangsstufen:

Starte mit einer Aufwärmfrage. Bevor du in den Stoff einsteigst, stelle eine Frage im Chat oder starte eine Umfrage. 'Was ist euch von letzter Stunde in Erinnerung geblieben?' oder 'Auf einer Skala von 1-5, wie bereit seid ihr heute?' Das dauert 90 Sekunden und bringt die Klasse dazu, zu tippen oder zu klicken, statt abzuschalten.

Mach alle 10-15 Minuten eine Pause. Die Aufmerksamkeit am Bildschirm sinkt schneller als im Präsenzunterricht. Nach 10-15 Minuten Instruktion wechselst du die Aktivität: Umfrage, Breakout-Raum, Whiteboard-Übung oder ein kurzes Chat-Prompt. Herr Schmidt, Biologielehrer an einer Oberschule, stellt einen lautlosen Timer. Alle 12 Minuten macht er einen 2-minütigen 'Paaraustausch' in Breakout-Räumen. Seine Schüler:innen schneiden bei Tests durchgehend besser ab als die reinen Vorlesungsgruppen.

Verwende ständig Namen. 'Guter Punkt, Leon' wirkt anders als 'Guter Punkt'. Wenn Schüler:innen ihren Namen hören, sind sie aufmerksam. Auch Kaltaufrufe funktionieren: 'Lena, was denkst du darüber?' hält alle auf Trab.

Vergib Chat-Rollen. Bestimme pro Stunde jemanden als 'Chat-Moderator:in', der oder die Fragen zusammenfasst. Eine weitere Person kann 'Zeitwächter:in' sein. Aufgaben zu vergeben steigert die Beteiligung.

Kameras freiwillig, aber ermutigt. Kamerazwang wirkt kontraproduktiv, besonders bei älteren Schüler:innen. Erkläre stattdessen, warum Kameras helfen ('Ich kann besser unterrichten, wenn ich eure Reaktionen sehe') und biete kleine Anreize wie Beteiligungspunkte. Akzeptiere, dass an manchen Tagen einige Kameras aus bleiben.

Weitere Strategien für interaktive Online-Sitzungen findest du in unserem Leitfaden für ansprechende Online-Meetings, der Techniken für Unterricht und Beruf abdeckt.

Zoom-Sicherheitseinstellungen, die jede Lehrkraft braucht

Störungen im Zoom-Unterricht sind vermeidbar. Die meisten Vorfälle passieren, weil die Sicherheitseinstellungen vor der Sitzung nicht konfiguriert wurden.

Aktiviere den Warteraum. Das ist die wirksamste Sicherheitsmaßnahme. Schüler:innen warten, bis du sie einlässt – das hält ungebetene Besucher:innen fern. Du kannst alle gleichzeitig einlassen oder einzeln für die Anwesenheitskontrolle.

Setze Meeting-Zugangscodes. Jedes geplante Meeting sollte einen Zugangscode haben. Teile ihn über das LMS deiner Schule (Moodle, Google Classroom, IServ) statt per E-Mail oder soziale Medien.

Sperre das Meeting nach Unterrichtsbeginn. Wenn alle da sind, klicke auf Sicherheit > Meeting sperren. Niemand kann mehr beitreten, selbst mit dem richtigen Link und Code. Zu spät kommende Schüler:innen müssen dich über das LMS kontaktieren.

Deaktiviere die Bildschirmfreigabe für Teilnehmende standardmäßig. Gehe zu Einstellungen > Im Meeting (Grundlagen) und stelle die Bildschirmfreigabe auf 'Nur Host'. Wenn jemand präsentieren soll, kannst du die Berechtigung individuell erteilen.

Deaktiviere den Dateitransfer im Chat. Sofern dein Unterricht keinen Dateiaustausch erfordert, schalte diese Option ab. Schüler:innen müssen sich im Unterricht keine Dateien schicken.

Deaktiviere den privaten Chat. Stelle den Chat auf 'Nur Host und Co-Hosts' oder 'Alle öffentlich', damit Nebengespräche für dich sichtbar sind.

Einen umfassenden Überblick über die Sicherheit von Zoom, einschließlich Verschlüsselung und Datenschutzrichtlinien, findest du in unserem Leitfaden zur Zoom-Sicherheit.

Unterricht sollte sich nicht wie ein Webinar anfühlen

Flat.social ersetzt das Zoom-Raster durch einen virtuellen Raum, in dem Schüler:innen sich bewegen, unterhalten und zusammenarbeiten. Spatial Audio macht Gruppenarbeit natürlich statt künstlich.

Alternativen zu Zoom für Lehrkräfte

Zoom eignet sich gut für Vorlesungen und Präsentationen. Aber für kollaboratives Lernen, Gruppendiskussionen und Schülerengagement stößt das Rasterlayout an Grenzen. Hier sind Alternativen, die sich lohnen:

Google Meet ist der Standard für Schulen mit Google Workspace for Education. Es integriert sich direkt in Google Classroom und erleichtert die Aufgabenverteilung und Anwesenheitskontrolle. Der kostenlose Bildungstarif ist großzügig. Unser Vergleich Google Meet vs. Zoom zeigt die Unterschiede Funktion für Funktion.

Microsoft Teams ist die Wahl für Schulen mit Microsoft 365. Es vereint Videokonferenzen, Chat-Kanäle, Dateifreigabe und Aufgabenverwaltung in einer App. Wenn deine Schule bereits Outlook und OneDrive nutzt, fügt sich Teams nahtlos ein. Weitere Optionen findest du in unserem Leitfaden zu Microsoft-Teams-Alternativen.

Flat.social verfolgt einen völlig anderen Ansatz. Statt eines Gesichterrasters betreten Schüler:innen einen virtuellen Raum, in dem sie sich bewegen, Gruppen bilden und dank Spatial Audio mit Personen in der Nähe sprechen können. Das ähnelt einem echten Klassenzimmer: Paare für eine kurze Diskussion bilden, Projektgruppen in verschiedenen Ecken organisieren oder sich für einen Kurzvortrag um die Lehrkraft versammeln. Lehrkräfte, die räumliche Plattformen getestet haben, berichten von gesteigerter Interaktion unter den Schüler:innen.

Gather bietet einen ähnlichen räumlichen Ansatz im Pixel-Art-Stil. Es ist bei Universitäten und Coding-Bootcamps beliebt. Der kostenlose Tarif unterstützt kleine Gruppen.

Nearpod und Pear Deck sind keine Videoplattformen, sondern ergänzen Zoom um interaktive Folien, Quizze und Zeichenaktivitäten direkt in der Präsentation. Sie lösen das Engagement-Problem, ohne das Videotool zu ersetzen.

Die richtige Wahl hängt von der Infrastruktur deiner Schule, dem Alter der Schüler:innen und der Art des Unterrichts ab. Vorlesungen und Präsentationen? Zoom reicht aus. Kollaboratives und diskussionsbasiertes Lernen? Eine räumliche Plattform oder ein interaktives Tool ergänzt, was das Zoom-Raster nicht bieten kann.

Häufig gestellte Fragen

Zoom ist eine Marke von Zoom Communications, Inc. Google Meet ist eine Marke von Google LLC. Microsoft Teams ist eine Marke der Microsoft Corporation. Diese Website steht in keiner Verbindung zu Zoom Communications, Inc., Google LLC oder Microsoft Corporation und wird von diesen weder unterstützt noch gesponsert.

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